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Lohnt sich ein Wechsel nach 0e ?

Verfasst: 5. August 2011, 12:08
von Helmut
Hallo zusammen,

ich bin zur Zeit irritiert bzw. sehr nachdenklich. Ich will mir endlich eine Modellbahn aufbauen. Entschieden hatte ich mich vor 3 Jahren für H0e. Also alles verkauft was Normalspur (H0, TT) hieß. Und Liliput, Roco, Technomodell gekauft

Nun habe ich vor 2 Jahren ein Haus gekauft. Somit habe ich nun einen knapp 25 m2 großen Hobbykeller zur Verfügung. Im Prinzip wollte ich nun im Herbst anfangen. Ich möchte hier ca. 9 Meter Länge mit jeweils einem Winkel an den Enden "an der Wand entlang" bauen.

Aber....

Ich habe durch Zufall einige Magic Train Modelle bekommen. Dampflok und Wagen in DRG - Versionen. Ich muss gestehen das mich diese Modelle als Schmalspur irgendwie richtig faszinieren. Unabhängig davon das es "Spielzeugmodelle" sind. Und doch sind sie gute Basismodelle für Umbaten/Weiterbauten.

Nun überlege ich ob ich komplett nach 0e wechseln soll. Das ich in der Spur viel selber machen muss ist mir klar. Und doch.....

Wenn ich mich zum Wechsel entscheide habe ich das Peco-0e-Gleis (Code 100) ins Auge gefasst.

Nun brauchte ich eure ehrliche Meinung (unabhängig vom Preis bei 0e) bei dem mir zur Verfügung stehenden Platz:


0e oder doch bei H0e bleiben ?

Wenn 0e: Ist das Peco-Gleis dann das richtige Gleismaterial ? Es sieht optisch sehr gut aus. Knapp 11 Meter Flexgleis ca. 65 Euros. Handweiche mit polarisierten Herzstücken 16 bzw. 18 Euro.

Oder doch Tillig H0 Gleis modifizieren ?


Grundsätzlich möchte ich alles Digital fahren. Wobei in den 0e - Fahrzeugen ja genug Platz für den Decoder vorhanden wäre.

Verfasst: 5. August 2011, 13:08
von Schmalspur-Fan
Hallo Helmut,

nachdem ich mich ca. 30 Jahre lang mit H0/H0m und schlußendlich H0e (Sachsen um 1900) beschäftigt habe, bin ich auch gerade dabei auf 0e noch zusätzlich umzusteigen.

Die Umbauten machen auch sehr viel Vergnügen, da läßt sich schon einiges von Magic Train verarbeiten.

Allerdings möchte ich eine Segmentanlage mit Segmenten von 1,25m Länge und 0,60m Tiefe bauen. Die Anlage wird mit einem Freund zusammen entstehen und soll als Ausstellungsanlage dienen. Geschaltet wird analog, gefahren digital.

Als Gleis haben wir ebenfalls das Peco Code 100 Gleis ins Auge gefasst.
Es gibt sicherlich noch vorbildgetreueres, teureres Material, aber da sind uns einfach die Weichen zu lang. Die sächs. Weichen von Henke sind absolut toll, aber mit 300mm Länge für uns einfach zu lang.

Preislich mußt du natürlich in 0e gerade beim Rollmaterial deutlich höhere Kosten einplanen, wenn du nicht nur bei Magic Train bleiben willst.

Was uns an 0e fasziniert ist der Umstand, das in diesem Maßstab natürlich die Detailierung deutlich genauer ausfallen kann, als 1:87.

Deswegen werde ich aber (vorerst) H0e nicht aufgeben. Sachsen um 1900 ist einfach ein sehr schönes Thema. Vielleicht werde ich aber irgendwann mit diesem Thema auf 0e umsteigen, der erste Sachsenzug steht ja in 1:45 auch schon zu Hause.

Was ich nie wieder machen würde, ist eine stationäre Anlage. In Zukunft nur noch Segmente.

Andererseits ist es bei deinem Platzangebot auch sehr reizvoll eine 1:87 Anlage zu bauen. Es ist schwer, dir da wirklich was zu raten.

Da mußt du selbst Prämissen setzen. Was ist dir wichtiger, viel Gleis und Anlage, oder höhere Detailierung?!?!

Wohin soll den thematisch die Reise gehen? Eine bestimmte Schmalspurstrecke, bzw. Region, oder in einer Phantasiewelt? Oder eher in Richtung Waldbahn? Auch ein sehr interessantes Thema...

0e?

Verfasst: 5. August 2011, 21:22
von Wolfgang Bayer
Hallo Helmut,
vor 4 Jahren habe ich meine H0/H0e-Anlage zersägt und stand vor der Frage neu mit einer neuen Anlage in 1:87 zu beginnen oder zu 0/0e zu wechseln? Heute freue ich mich, dass ich den Mut zum Wechsel hatte. Allerdings hat sich meine Einstellung geändert. Nicht das Ziel (die Anlage) ist mehr das wichtigste sondern der Weg (der Selbstbau). Der Virus hat mich inzwischen so erfasst, dass ich praktisch in 0e zu 100% Selbstbau betreibe und nur für den Normalspurteil (außer beim Gleismaterial) Lenz-Fahrzeuge nutze.

Auch wenn meine Homepage dringend aktualisiert werden muss, schau doch mal auf meine Seite und besuche Anfang März das Treffen in Wulften.

Gruß Wolfgang

Verfasst: 6. August 2011, 14:30
von Helmut
Zunächst schon mal ein herzliches Danke für PNs (Werde ich noch beantworten) und Antworten hier.

Nun, an Platz für 0e dürfte es ja nicht mangeln, auch wenn naturgemäß gegenüber H0e die Fahrtstrecke halbiert ist.

Vorgesehen qwar für H0e eine Tiefe der Segmente von 70 cm. Bei einer Anlagenhöhe von ca. 90 - 110 cm. Die Höhe ändert sich ja nicht. Doch komme ich da mit den 70 cm noch aus ? Diese möchte ich gern konsequent über die komplette Strecke als Tiefe belassen statt wie bei Modulen "zu schmal" zu werden. Oder müsste ich auf 80-90 cm ändern ? Platzlich wäre es möglich.

Der Grund liegt darin das ich gerne "Free" aufbauen möchte. Also kein bestimmtes Vorbild oder Epoche. Wobei der Aufbau so gestaltet wird das ein späterer Wechsel zur EP I/II möglich sein soll.

Thematisch wäre für mich "einfach" nur die Spielbahn, also Spaß am fahren der Fahrzeuge wichtig, ohne dabei im Kreis zu fahren! Oder ich möchte mich auch mal mit einem Bier bewaffnet davor sitzen und zuschauen können. So als Entspannung zum Alltagstress.

Als EDVler also digital nach Fahrplan mit dem PC (mit manueller Möglichkeit des Fahrens, umschaltbar) aufbauen. Das aber unabhängig der Spurweite.

Beim "Basteleffekt": Da werden wohl einige Modelle der H0e, falls ein Umstieg erfolgt, im Schrank bleiben müssen. Denn ich möchte auf jerden Fall einen Dampftriebwagen wie den der EGGER Bahn in 0e nachbauen.


Je länger ich so nachdenke umso mehr reizt es mich, obwohl die Frau trocken meinte "Hauptsache es fährt dann irgendwann auch mal etwas". Spitz formuliert kam dann der Spruch "..Wie wäre es denn mit einer Gartenbahn"...

Doch letztere wäre hier bei unseren Minusgraden im Winter nier fahrbereit. :-o

Verfasst: 6. August 2011, 15:18
von modellhara
:razz:

Verfasst: 7. August 2011, 12:37
von Helmut
Tolle Bilder. Und da hast du genau den Dampftriebwagen um den es mir geht. In H0e habe ich 2 davon (Egger/Jouef). Wobei die anderen gezeigten Modelle eben so klasse aussehen.

Ich habe mir heute noch mals den zukünftigen Hobbyraum genau angeschaut. Generell komme ich, um auch noch Schränke, eine kleine Sitzgruppe etc unterzubringen, auf ca. 11 Meter linearer Fahrtstrecke. Bei angedachter 60/80-90 cm Tiefe ist somit auch mal ein leichter "Schlenker" in der Gleisführung "drin".

Ich versuche mal eine grobe Gegenüberstellung meiner Möglichkeiten:

H0e
Vorhanden sind 17 Triebfahrzeuge. (Liliput, Technomodell, Roco, Egger und 3 oder 4 gekaufte Selbstbauten).
Ca. 70 Hänger (Hersteller wie Triebfahrzeuge)
Gleismaterial Roco (aus digitalen Startpackungen, Peco und Roco (2 unterschiedliche) Flexgleise). Da unterschiedliche Gleisaufbauten können sehr gut auch alte und neue Gleistrassen gebildet werden.
Von den 17 Triebfahrzeugen sind 11 schon digital bestückt.

Für Lokbeleuchtungen aber müsste noch gebastelt werden da immer auf die Beleuchtung beim Hersteller in H0e verzichtet wurde.

Bei der vorhandenen Fahrstrecke ließe sich optisch einiges realisieren ohne das es überfüllt wirkt. (Anschluß an Waldbahn, Feldbahn etc)


0e
Deutlich weniger Fahrzeugangebote/Vielfalt. Daher würde ich zunächst versuchen über MT und leichtere Basteleien damit einen Grundfuhrpark zu bekommen. Bei Bausätzen würde ich wohl mit Weinert und deren Talbot Triebwagen Erfahrungen sammeln müssen. Ergänzend dann die 2 & 4-Achser PW von Weinert.

Gleismaterial wäre dann Peco Flexgleis mit Code 100 (Allein um vorhandenes H0-Material in unsichrtbaren Bereich mit verwenden zu können). Dazu hat Peco die Y-Weichen mit im Angebot.

Auch hier würde ich auf Digital setzen. Sowohl im Fahrbetrieb wie auf bei Weichen etc. Auch wenn keine Schnittstellen vorhanden sind: Es ist genug Platz in den Fahrzeugen. Selbst für Sounddecoder.

Die 0e-Infrastruktur ist gegenüber H0e auch sehr eingeschränkt. Dazu ist ein erheblicher "Mehr"-Verbrauch beim Platzangebot nötig.


Selbst Bauen
Das würde ich gern machen. Unabhängig der Spurweite. Vorteil bei 0e hierbei ist der größere Maßstab. Das "Handling" ist da etwas einfacher gegenüber manchem "Zwerg" in H0e.


Kosten
Hier ist es relativ. Roco und Liliput - Fertigmodelle bei den Lokomotiven kosten max um 150 Euro. PNT-Technomodell beginnt bei 199 Euro. Sächsische Mallets liegen bei ca. 500 Euros.

Mit 0e und MT lässt sich ähnliches im Grunde kaufen und mit Bausätzen ab ca. 90 bis dann ins recht teure ergänzen.

Für das benötigte Gleismaterial in 0e von Peco müsste ich so um die 1000 Euro ausgeben. Gebäude, Brücken, Bäume etc sind in 0e ebenfalls recht teuer. Relativiert sich aber da bei H0e z.B. bei Bäumchen deutlich mehr gekauft würde. Und es relativiert sich durch Selbst bauen.

Fazit
Ich möchte gern in 0e etwas machen. Das habe ich ganz deutlich beim betrachten der Bilder hier und in anderen Foren gespürt. Es reizt mich.

Im Grunde genommen bleiben mir nur 2 Möglichkeiten:
Ich sattel in der Spurweite vollkommen um und baue nur in 0e. H0e würde bis auf wenige Sammlermodelle verkauft.

Oder aber ich baue meine Anlage in H0e. Benutze alles was ich schon habe.
0e käme in diesem Falle ergänzend hinzu. Dann würde ich mir 2 Endmodule bauen und diese dann mit einfachen weiteren "Segmenten" bei Bedarf verbinden. Dann aber würde ich mich in 0e etwas beschränken und es fast bei den einfachen Modellen belassen.


Fest steht nur eines: Im Herbst wird mit der Vorbereitung des Hobbyraumes und dann ab Nov/Dez mit dem Bau begonnen. Ich tendiere da echt zu 0e. Spur 0 selbst kommt nicht in Frage da ich mich grundsätzlich auf Schmalspur festgelegt habe.

Verfasst: 7. August 2011, 17:37
von markus
Hallo Helmut, schwierige Frage stellst Du uns da!
Alle 0e-ler werden vermutlich ja sagen, alle HOe-ler nein :wink:

Nach ca. 15 jähriger Mehr- oder Weniger-Beschäftigung mit der Spur 0e würde ich zu folgenden raten:

Warte noch etwas mit dem Aufbau einer Anlage, fahre mit deiner schönen Sammlung und plane (das macht ja auch Spaß) mal Anlagen in deinem Hobbyraum (Du glücklicher!) in HOe und 0e.
Parallel dazu stelle Dir mal einen 0e-Zug zusammen (die Grundlage hast Du ja schon) und verfeinere Ihn und kauf dir einen H0-Schienenkreis und probier etwas rum.
Die meisten hier im Forum gezeigten Sachen in 0e sind mit ziemlich viel Erfahrung und Anstrengung gebaut worden. Das sollte man nicht unterschätzen. Ralf Bilder sind natürlich "Königsklasse!"

Ein Aufpimpen von MT-Modellen wäre da sicher einmal ein guter Anfang.
Aber selbst das zusammenbauen von 400 Euro-Bausätzen bedarf schon ein gewisses Maß an Mut auch einmal was zu vermurksen....

Was ich nach wie vor in 0e problematisch finde:
- das es eigentlich mit der Billiggrundlage Magic Train vorbei ist (auch wenn man in Ebay noch mit Produkten überschüttet wird). Irgendwann wird sich da auch ein Markt umstellen und es keine Zubehörteile dazu mehr geben.
- das es im bezahlbaren Bereich eigentlich keine vernünftigen Personenwagen gibt. Güterwagen hingegen genügend.
- es wird ziemlich schnell der Wunsch nach längeren (vierachsigen) Personen- und Güterwagen aufkommen. Dafür sind die MT-Loks dann zu klein.
- die Kupplungsfrage ist weiterhin kritisch. Zwar gibt es mittlerweile genug Anbieter von unterschiedlichsten Möglichkeiten, aber einheitlich ist das alles nicht. Ich wurschtele noch mit verschiedenen Systemen und Kupplungshöhen herum, gerade weil ich mein Thema auch sehr offen gelassen habe (zwar Österreich, aber Phantasiebahn, dazu Wagen von MT, welche auf H0 Basis und welche mit Kadee-Kupplungen)
- Pecogleise sind für den Anfang akzeptabel, aber später stört dich dann auch das Aussehen und der Weichenwinkel. Ist halt doch eher ein Feldbahngleis. Achtung, längere 0e-Loks könnten da gerüchteweise beim Abbiegen ein Problem haben.
- nur weil man eine größere Baugröße hat, muss der Fahrkomfort nicht besser sein. Mittlerweile kann man vermutlich in jeder Spurweite super schleichende und tönende Loks finden. Liegt alles nur an der Technik und am Geschick des Modellbahners.

Was für mich so ein bisschen eher nach H0e tendieren läßt, das Du per PC und Fahrplan fahren willst. Sieht für mich nach vielen Loks, langen Gleisen und mehreren Betriebsstellen aus. Das ist in 0e eine Platz (ein Bahnhof braucht schon mal 3 bis 4 Meter) und eine Geldfrage (nur Stainz-Loks sind ja dann auch etwas langweilig). Aber ich lasse mich da gerne eines Besseren belehren. :grin:

Wenn ich jetzt nochmal anfangen könnte, würde ich:
- einen 0/0e Übergabebahnhof mit Strecke bauen. Die Lenzsachen sind schon klasse!!
- oder mit den Waldbahnen (rumänisch oder amerikanisch) liebäugeln. die Bausätze von KS sind da schon einen Klasse alternative zum kompletten Selbstbau oder zum Nur-Kaufen. Und das Thema beschränkt einen von ganz allein.

Trotzdem wünsche ich Dir: Hör auf dein Herz und mach was draus. Dann triffst Du schon die richtige Entscheidung.

Gruss aus Frankfurt
Markus

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Das sind 3 Meter Bahnhof........

Verfasst: 8. August 2011, 12:59
von Schmalspur-Fan
Hallo Helmut,

ich denke, mit deiner geplanten Tiefe sollte es keine Probleme geben.
Ralf hat nur 0,6m Tiefe bei seinen Segmenten und ich plane ja ebenfalls so.

Das sich aus MT so einiges zaubern läßt sollen dir die nächsten Bilder mal zeigen.

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Auch 4-achsigen Wagen sind problemlos möglich.

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Die Ähnlichkeit dürfte dir ja bekannt vorkommen.

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Auch aus H0 Material läßt sich was zaubern.

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Und mal ein paar Bausatzmodelle.

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Verfasst: 8. August 2011, 22:59
von Silbergraeber
Hallo Helmut,

auch ich habe vor der Entscheidung gestanden - H0e oder 0e? Vorhanden sind in 0e eine Lolo nebst Wedekind-Umbausatz und zwei Paar Weyer-Drehgestelle. Schlussendlich bin ich mit dem Erscheinen meiner geliebten Liliput-MV8, den Roco-Rollwagen und dem Bergwerks-Zubehör von Busch :hehe: wieder für H0e entschieden: da kriege ich mit weniger Aufwand mehr auf kleinen Platz mehr unter. Den entscheidenden Anstoß für die Abkehr von 0e war die Tatsache, dass da - neben der überwiegenden "normal tickenden" Masse - ein paar Freaks rumhängen, bei denen man sich nicht räuspern darf :rolleyes:

Schlußendlich kommt es darauf an, wo Du Deine Schwerpunkte setzt. Schau' Dich am besten in Kalles Schmalspurtreff um: http://www.kostenloses-forum.com/board/ ... x1878.html

Grüße

Jörn

Verfasst: 9. August 2011, 07:15
von Schmalspur-Fan
Silbergraeber hat geschrieben:Den entscheidenden Anstoß für die Abkehr von 0e war die Tatsache, dass da - neben der überwiegenden "normal tickenden" Masse - ein paar Freaks rumhängen, bei denen man sich nicht räuspern darf :rolleyes:
Hallo Jörn,

na, dann ist er bei Kalle ja genau richtig! :razz:

Verfasst: 9. August 2011, 09:29
von Silbergraeber
Schmalspur-Fan hat geschrieben: Hallo Jörn,

na, dann ist er bei Kalle ja genau richtig! :razz:

:grin: :grin:

Verfasst: 9. August 2011, 10:15
von stefan760
Hallo Helmut,

ich bin eigentlich H0e Bahner und habe wie ich zwei Jahre in den USA gearbeitet habe mir US-0e unter den Weihnachtsbaum gelegt. Super Sache die Plastizität und die Detailierungsmöglichkeiten bei den Denver & Rio Grande Modellen haben mich begeistert, so dann habe ich den ersten vorbildlichen Personenzug nachgebildet und eineinhalb Meter waren weg, kein Problem bis ich dann den ersten Güterzug zusammen hatte. Was mich aber am meisten störte waren die Kurvenradien, in H0e ist man sicher mit 50cm und Rollwagen dabei, bei 70cm schaut das ganze auch so aus das man es mit der Wirklichkeit verwechseln kann. Ich habe auch in den Staaten keine 0e Anlage mit ordentlichen Bögen gesehen, alles eher Waldbahnen die im englischem Stil kaschiert waren, ich könnte mir in 0e supergut eine Modulanlage vorstellen aberselbst dort werden oft Radien verwendet die in H0 schon als eng bezeichnet werden, wodurch die bekannte verniedlichung entsteht (schmales Schotterbett, breite Schwellen, hohe Schienen und enge Radien) und fertig ist das Bimmelbähnchen! Eine VII K braucht halt auch weitere Bögen als eine I K und ist halt nicht nur zeimal so lang und breit sondern braucht achtmal so viel Platz. Super für den Selbstbau aber man reduziert seine Möglichkeiten auch leider auf ein Achtel. Deshalb bin ich bei 1/80e geblieben. Auch solltest Du schaun wo es mehr für Dein Thema gibt Gebäude Autos Figuren... da kann es schon bei manchen Thema in H0e fast nichts geben und da kann man doch noch auf das Angebot von H0 zurückgreifen. Besorg Dir ein ein paar Wagons in 0e leg H0 Gleise auf und probiers ein paar Tage aus dann legt sich vielleicht die erste Faszination und wenn nicht dann ist 0e genau Deines!
Egal ob H0e oder 0e am Ende soll´s ja Freude machen!!!
Grüße aus Wien


Stefan760

Verfasst: 9. August 2011, 10:34
von Helmut
Tja. Ich habe da mal meinen Fuhrpark in der Bucht um ein paar MT-Loks und Wagen ergänzt. Die sollten diese Woche hier eintreffen. Dazu gibts viele FLM-Schienen. Selbst alte Rocogleise habe ich aus meiner H0 - Zeit noch.

Das bedeutet nun das ich den großen Flur im Obergeschoß für eine "Teppichbahn" benutze werde und mit meinen vielen Lenzen zum 1-2 wöchigen Spielkind werde. Das Wetter ist eh etwas durchwachsen.

Ich denke da bekomme ich ein wenig den Überblick zum Größenverhältnis der Modelle/Häuser/Lansdschaft etc. Mal schauen was die MT - Loks für eine Stromaufnahme haben (Oder weiß das wer?). Denn dann wird eine der DRG - Knuffis von MT digitalisiert. Im Pinzip müssten aber die Decoder für H0 reichen.

Da ich ein absoluter Freund der Dampfloks und alten Triebwagen bin würden bei mir eh nur die "kurzen" Modelle bei einem Wechsel zu 0e in Frage kommen.

Ich bin da nun auf mich selbst gespannt. Habe gestern glatt die Gleise aus einer Roco Digi Packung aufgebaut. Um einen direkten Vergleich zu bekommen....

Lohnt sich ein Wechsel nach 0e ?

Verfasst: 9. August 2011, 18:19
von 994652
Hallo Kurz und Bündi g ICH HABE DEN WECHSEL VON HOe ZU Oe NICHT BEREUT :und Preißlich ist kein unter schied eher ist Oe Preißwerter da es viele Anbieter Gibt Gruß 994652 :lol:

Verfasst: 16. August 2011, 22:05
von teetrix
Hallo Helmut,

also wenn hier alle ihre Modelle zeigen, zeige ich meine auch :grin: Die beiden Triebwagen sind inspiriert von NAG-Fahrzeugen aus den 20er Jahren. Einer mit Holzverkleidung, der für Brasilien bestimmt war, ist sogar mal auf der Harzquerbahn probegefahren:

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Ein bulgarischer Kleinbahnwagen auf 600mm-Spur, in Betrieb im Frankfurter Feldbahnmuseum, nachgebaut für 0e:

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Wenn Du als EDVler evtl. auch mit CAD umgehen kannst, stehen Dir eigentlich alle Wege zu eigenen Modellen offen... Wolfgang Bayer läßt z.B. ätzen, Ralf's und Bernd's Modelle werden meist aus Polystyrol gefräst, und ich baue mit Sperrholz und MDF und lasse lasern. Grundlage für das alles ist jeweils eine CAD-Zeichnung.
Bausätze zu erschwinglichen Preisen gibt es von KS-Modellbahnen: http://www.ks-modelleisenbahnen.de/ , "Neuer Katalog", und daß auch Bernd (Schmalspur-Fan) einiges anbietet, ist Dir sicher nicht entgangen.

Wenn Du noch einmal richtig reinschnuppern willst, empfehle ich Dir die 14. KS-Modellbautage am 17./18. September in Stromberg. Dort findest Du eine große Modulanlage, ein gutes Dutzend Händlerstände und eine Menge Leute, denen Du ruhig Löcher in den Bauch fragen kannst :grin: (Da bin ich nämlich auch vor 3 oder 4 Jahren als H0e-ler hineingeraten... Den Rest siehst Du ja)

Grüße
Michael

Verfasst: 18. August 2011, 07:43
von Thimothy
Moin,

die Spurweite bzw. der Maßstab ist schon wichtig für einen Modellbahner, doch im Vordergrund sollte immer das Motiv stehen. Wenn Du schon so viel Material in H0e hast (da komme ich auch her), so kann man damit eine Kompaktanlage bauen, die quasi als als Versuchsobjekt dienen kann. Hier kann man sich modellbahnerisch austoben und vor allen Dingen, bei einer Kleinanlage wird man mal fertig, kann an Ausstellungen teilnehmen und wenn ein Freund kommt, so ist diese schnell fahrbereit. Ich z.B. beschäftige mich vorwiegend mit Feldbahnen und bin dann von H0e zu Gn15 gekommen. Da hier fast alles Eigenbau sein muß, sind überschaubare Projekte notwendig. Nach dem Anlagenbau, kommen nun diverse Modelle an die Reihe, die bei der Menge des benötigten Materials bei Feldbahnen in Kleinserie entstehen. Doch wie gesagt, ein gutes Motiv und ein interessanter Gleisplan kann in jeder Baugröße umgesetzt werden.

Verfasst: 18. August 2011, 11:40
von Helmut
Hallo zusammen,

tolle Bilder welche ihr hier zeigt. Da kommt schon Lust auf mehr. Und dieses mehr wird es auch geben.

ABER, immer unter der Prämisse einer Stationären Bahnanlage:

Ich habe mir inzwischen ein klein wenig an MT-Modellen zugelegt. 7 Loks und so um die 30 Wagen stehen hier nun. Seit Freitag Abend liegt bei mir im Bereich ein doch größerers verschlungenes Oval. Und auf diesem habe ich einfach mal gespielt.

Größenmäßg betrachtet gehören die Loks der MTs ja zu den kleinen. Also die kleine 99 mit 5-7 Wagen am Haken ist in der Länge akzeptabel. Das bedeutet aber auch das ein Bahnhof von 250 cm aufgebaut werden muss. Das Gegenstück dazu und von meinen ca. 12-14 Meter Fahrstecke sind so um die 5-6 Meter vom Bahnhof belegt. Blieben ca. 6-8 Meter Streckenfahrt. Hört sich viel an, lässt aber in der Spur 0e nicht mehr viel an "Freiraum" für etwas an Landschaft zu. Immer stationär betrachtet.

Daher habe ich mich entschlossen 0e zwar weiterhin zu fahren, aber auf herkömmlichen Modulen. 2 Bahnhofsbereich und dann einfache Streckenmodule. Also etwas was ich im Sommer auch einfach mal für einen Tag im Garten aufbauen kann. Oder halt in einem Club bei einer Ausstellung mitfahren kann. Wie auch immer. Die MT-Modelle reizen dazu ja richtig zum basteln bzw. umbauen.

Stationär aber werde ich doch H0e aufbauen. Nicht nur wegen der vorhandenen Modelle. Es ist auch der Maßstab welcher mir bei gleichem Platzangebot etwas mehr an "künstlerischer" Freiheit lässt. Denn betrachte ich die Schmalspur hier im Harz fällt auf das es auch die Landschaft ist welche die Bahn ausmacht. Bahnstrecken quer durch Fichtenwälder, dann widrum entlang von Straßen oder Flüssen.
Z.B. das Selketal (Ist ja bei nur 2 km Entfernung meine Heimat). Da führt die Bahn an der Selke vorbei und direkt hinter der Selke kommen die Berge. Ein Stück weiter ein weites Tal, die Berge etwas im Hintergrund, aber sie gehören dazu. Wieder ein Stück weiter kommt die Bahn aus dem Wald, umrundet einen kleinen See um sich dann zum nächsten Höhenkamm hinauf zu winden.
So etwas lässt sich bei 1:87 dann doch etwas besser darstellen. Gegenüber der doppelt so großen 0e.

Bei H0e ist es mir also eher möglich auf geplanter Fahrtstrecke auch mal einen Haltepunkt mit ein zu planen ohne das der optische Eindruck störend wirkt. Das es real betrachtet da zwar auch zu nah ist, das ist klar. Aber im kleineren Maßstab fällt es nicht so auf.

Und doch hätte ich vor wenigen Wochen nicht gedacht das ich einmal Modelle in der "großen" Spur "dufte" finde. Noch weniger, das ich in dieser Spur auch noch eine 2. Bahn bauen werde. Ich habe da also erfahren: Man lernt nie aus.

Auch meine bisherige "Abneigung" (Das meine ich nicht negativ!) gegen einen Club habe ich etwas überdacht nachdem ich am Mittwoch mal in Quedlinburg war. Hut ab vor den Jungs.

Langer Rede kurzer Sinn:
0e hat etwas. Da bin ich schon infiziert. Doch das werden es "einfache" Module.
Stationär beginne ich aber ab November mit H0e. Die Struktur dabei wird so aufgebaut das ich den Wechsel von EP I & EP II hinbekomme. Denn in dieser Zeit dürfen Länderbahnen und DRG auch mal gleichzeitig vorkommen. Es ist ja nicht alles sofort in die DRG - Farben umlackiert wurden. So ergibt sich dann auch eine etwas größere Vielfalt an Modellen.

Wenn ich damit anfange werde ich hier dann berichten. Denn es wird sicherlich auch mal Fragen von mir geben. Auch wegen der Gestaltung von Landschaft und Bahn. Selbiges gilt dann etwas verstärkt für meinen Beginn in 0e.

Vielen Dank für Eure Tipps, Anregungen und tolle Bilder.

Verfasst: 18. August 2011, 12:33
von Schmalspur-Fan
Hallo Helmut,

es war für mich sehr interessant zu lesen, wie sich deine Beweggründe darstellen.

Bei mir ist es ja ähnlich, meine H0e Anlage "Sachsen um 1900" (auch hier im Forum zu finden) ist ja meine ursprüngliche Anlage. Ein Thema, was mich eigentlich schon seit ca. 1984 beschäftigt hat.

Inzwischen habe ich mich mit dem 0e Virus infiziert und baue parallel dazu nun noch eine zweite Anlage als Segmentanlage in 0e auf. Über die Größe der Segmente hatte ich ja bereits berichtet.

Vielleicht sieht man sich mal, wir sind ja nicht so weit auseinander.

Verfasst: 18. August 2011, 21:40
von alex760
Hallo Oe Schmalspurbahner!

Ich habe vor 2 Jahren einige Fleischmann Magic Train Modelle gekauft, und schon so manche Modelle selber gebastelt.

Da ich meine Anlage HO/HOe schon seit Jahren fix aufgebaut habe, suche ich eigentlich nach etwas, wo ich den Streckenverlauf je nach Laune ändern kann.

Ich hätte da an eine Garteneisenbahn in Oe gedacht. Die Waschbetonterasse ist eigentlich viel zu groß und ohne einschlägige Benutzung :rofl:

Allerdings habe ich an eine längliche eingleisige Strecke mit zwei Kopfbahnhöfen gedacht. Eine typisch österreichische Schmalspurbahn!

Bezüglich Schienenmaterial bin ich zu großen Kompromissen bereit, ich denke daran auf Roco-geoline Gleisen zu fahren, ist aber nur eine erste Idee.

Was haltet ihr davon?

lg alex

Verfasst: 19. August 2011, 14:08
von Entenmörder
@alex760

Ich habe ein ähnliches Projekt.
Ich habe mir auch ein paar der raus geramschten MT-Modelle gekauft, soll wenn es fertig ist ein kleine Inselbahn nach Farbschema Wangerooge werden.

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Die Loks sollen allerdings nicht über die Schiene mit Strom versorgt werden sonder Fernbedient und Akku.
Da bei mir jetzt im Freundeskreis die ersten Kinder unterwegs sind sollen die Modelle erst mal als „Blitzableiter“ für Kinderhände dienen.
Demnächst soll getestet werden ob die Loks einigermaßen sicher auf den alten Märklingleisen fahren, dann hätte ich nämlich ziemlich viel Strecke ;-)
Gruß Sven