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 Forum-Index » Vorbild im Maßstab 1:1 » Die Technik des Vorbilds
Hs/s Drehschemelwagen
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Seite 1 von 1 [11 Beiträge]  
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Matthias Schulenburg

Anmeldedatum: 14.04.2007
Beiträge: 209
Wohnort: Lago Maggiore
 Hs/s Drehschemelwagen

einen schoenen Abend aus Norditalien.
Ich habe fuer meine Waldbahn wenige Hs/s beschafft und will sie natuerlich auch einsetzen.

Die erste Frage erste ist folgende: Beim Transport von sehr langen Baumstaemmen wurden bestimmt (?)Kuppelbalken zwischen den Drehschemeln eingesetzt. Welche ist die groesste Laenge die eingesetzt wurde und hat es eventuell verschiedene Kuppelbaeume mit vorgegebener Laenge gegeben?

Die zweite Frage geht um Bremsen. Ich habe gelesen und gesehen dass die Schemel einen um 90° herunterklappbaren Bremsschlauchhalter haben. Alles gut solang die zwei Drehschemel normal verkuppelt waren. Doch was geschah sobald eine Verlaengerung durch einen Kuppelbalken eintrat?

Das Thema finde ich interessant obwohl ich mehr in Richtung ungeberemste Drehschemel schaue, damit meine Hilfsbremswagen (Schtoabremsn) zum Einsatz kommen koennen.

Interessant auch die mit Holzplanken abgedeckte Version. Da kann man gut eine wenig Blei darunter kleben denn die Dinger sind ja sehr leicht.

Hier ein (sicher bekannter) link mit Bilder zum Thema

https://www.kleinbahnsammler.at/wbb2/index.php?user-post-list/1503-xxx/

lg
Matthias
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BeitragVerfasst am: Sa 04-05-2019, 19:27
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Gerhardf

Anmeldedatum: 23.02.2004
Beiträge: 178
Wohnort: Wien
Hallo

Also bei ganz langen Stämmen wurden keine Steifkupplungen eingesetzt. Für die Verbindung von Wagen zum Rollbock habe ich mal eine abgemessen. Diese war 3 Meter lang. Kürzere Waren für den Betrieb von Rollwagen erforderlich.

LG
Gerhard

BeitragVerfasst am: So 05-05-2019, 16:37
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Silbergraeber

Anmeldedatum: 23.08.2006
Beiträge: 284
Wohnort: Clausthal-Zellerfeld
Moin,

es macht irre Spaß, richtig lange Stämme auf der Moba zu fahren - und zwar vorbildgerecht OHNE Kuppelbaum. Auf meiner Nordharz-Eisenbahn mache ich sowas regelmäßig, im Harzbahnforum findet sich dazu ein interessanter Strang:

http://115518.homepagemodules.de/t3361f15-Vorschriften-zu-Langholztransporten-mit-Drehschemeln.html

LG

Jörn
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BeitragVerfasst am: So 05-05-2019, 16:47
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2095.015

Anmeldedatum: 06.03.2012
Beiträge: 106
Steifkupplung bei H/s Wagen

Mir sind in den MzB Büchern nur 2 Bilder derartiger Wagen im Einsatz bekannt.
- Die Mariazellerbahn Horst Felsinger, 2. Auflage (rot- beiger Einband) Seite 235, hier ist die Steifkupplung deutlich zu sehen.
- Railway Meidia Group, Elektrisch nach Mariazell, Seite 58. Da ist die Steifkupplung nicht gut zu sehen.

Nachdem die ungebremsten H/s Wagen entsprechend gut bremsende Schlusswagen erfordert haben und die Saugluftleitung kaum fliegend über die Stämme gelegt wurde nehme ich an, dass Kuppelbäume auf der MzB die Regel waren.

Vielleicht findet noch wer ein paar Bilder vom Betrieb dieser Wagen.

LG, Heinz

BeitragVerfasst am: So 05-05-2019, 20:17
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penzing1140

Anmeldedatum: 25.05.2011
Beiträge: 1288
Hs-s und gekuppelt

Ich habe damals - vor 1992 - einige Züge in Schwarzenbach gesehen und fotografiert. Da waren die Hs aber ganz normal gekuppelt, offenbar fuer die Anlieferung von Staemmen an die Schwellsaege reichten ein Paar Wagen für einen 8m langen Blcok auf jeden Fall.
Der Zug war allerdings dann mit einem meist BD... als Begleit- und Bremswagen gekuppelt, manchmal auch mit einem 3-achsigen BB-Hilfsbremswagen.Die Saugbremsleitung ist dann ganz normal durch den ganzen Zug durch.
mfg aus Wien Penzing
Josef

BeitragVerfasst am: Mo 06-05-2019, 08:13
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penzing1140

Anmeldedatum: 25.05.2011
Beiträge: 1288
Hs-s und gekuppelt

Hallo Jörn,
kannst du bitte deinen Link kontrollieren, da ist ein Fehler aufgetreten.
mfg
Josef, Wien14

BeitragVerfasst am: Mo 06-05-2019, 08:14
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Silbergraeber

Anmeldedatum: 23.08.2006
Beiträge: 284
Wohnort: Clausthal-Zellerfeld
Offenbar muss man angemeldet sein. Ich zitiere daher nich selbst mit der Quintessenz aus meinem Bauthread im Stummi-Forum:

Silbergraeber hat Folgendes geschrieben:

Moin,

während der Gartenarbeit fielen mir heute einige Haselnusszweiglein in die Hände, und da dachte ich mir, man könnte doch... Also das Högemann-Buch "Bahnen im Harz", Band II, aufgeschlagen. Auf Seite 60 ist die NWE 11 mit einem beladenen Drehschemel-Paar zu sehen.
Da stellte ich mir die Frage, wie lang die Stämme denn sein dürften? Im Harzbahn-Forum fand ich den Hinweis auf den Bethke/Finke auf Seite 220: Langholzsendungen mit bis zu 24m Länge waren zulässig. Also entsprechend abgelängt:


Mit 21,5 cm, über 18 m im Original, ist das schon recht imposant. Die Stämme sind - wie in echt - nur aufgelegt, d.h. der Kraftschluss erfolgt ausschließlich über die Drehschemel. Högemann schreibt: "Solche Transporte verlangten viel Umsicht und ließen nur geringe Geschwindigkeit zu."
Das kann ich bestätigen. Wenn man zu ruppig anfährt, bleibt der hinter Drehschemel samt Ladung auf der Strecke - bremst man zu scharf, landen die Stämme in der Rauchkammer oder im Kohlenkasten.





Wie Ihr sehen könnt, habe ich ganz vorbildgerecht hinten noch einen Bremswagen angehängt, der die Fuhre bei der Fahrt hinab über die Steilstrecke nach Unterschulenberg bremsen soll. Da gehts dann direkt ins Sägewerk, aber das ist eine andere Geschichte.

LG

Jörn

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BeitragVerfasst am: Mo 06-05-2019, 10:06
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Matthias Schulenburg

Anmeldedatum: 14.04.2007
Beiträge: 209
Wohnort: Lago Maggiore
Guten morgen an alle.

Danke Euch fuer die Antworten und Hinweise. Im allgemeinen also
wurden Kuppelstangen verwendet. Das finde ich auch aus Sicherheitsgruenden logisch.
Wohl nur auf einer reinen Waldbahn, wo mit nur 5 km/h gefahren wird,
kommte man ohne aus.

Was Bremsen anbelangt, scheint bei durch Kuppelstangen verbundenen Drehschemel,
kein durchgehendes Bremsen moeglich zu sein, und es wurden, wie bei den Rollboecken, Hilfsbremswagen eingesetz.

Was ich interessant finde ist die Beschreibung von Josef: die Drehschemel waren direkt
verbunden und Die Saugbremsleitung ist dann ganz normal durch den ganzen Zug durch.
Wieso also einen Bremswagen einsetzten?
Josef, hast du die Moeglichkeit diese Bilder hier im Forum zu veroeffentlichen?

Im Grossen und Ganzen finde ich, dass das Thema ueberhaupt sehr stiefmuetterlich behandel wurde und wird.

Sollte es irgendwelche diesbezuegliche Publikation geben die mir entgangen ist, bitte mitteilen.

lg
Matthias
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BeitragVerfasst am: Di 07-05-2019, 07:30
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2095.015

Anmeldedatum: 06.03.2012
Beiträge: 106
Langholztransporte

Hallo Matthias

Im Eisenbahn Journal 06/ 2008 war das Schwerpunkt- Thema Ladegut Holz. Da wurden auch Langholztransporte behandelt und an Beispielen die lebensgefährliche Arbeit der Bremser im Übergang 19/ 20 Jahrhundert beschrieben.

Auch die Ladegutsicherung und deren Umsetzung im Modell wird darin gezeigt.

LG, Heinz

BeitragVerfasst am: Mi 08-05-2019, 21:20
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Silbergraeber

Anmeldedatum: 23.08.2006
Beiträge: 284
Wohnort: Clausthal-Zellerfeld
Matthias Schulenburg hat Folgendes geschrieben:
Im allgemeinen also
wurden Kuppelstangen verwendet. Das finde ich auch aus Sicherheitsgruenden logisch.
Wohl nur auf einer reinen Waldbahn, wo mit nur 5 km/h gefahren wird,
kommte man ohne aus.

Nein, das kann man so nicht sagen. Wie ich bereits geschrieben habe, waren im Harz Fuhren mit ungekuppelten Wagen nichts ungewöhnliches. Es mussten dann nur bestimmte Regeln eingehalten werden. Umsichtig fahren bedeutet nicht, im Schritttempo durch die Gegend zu zuckeln, sondern vorausschauend und angepasst zu fahren.

Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass bei größeren Längen die Kuppelbäume knicken - Euler lässt grüßen.

LG

Jörn
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BeitragVerfasst am: Do 09-05-2019, 11:27
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Matthias Schulenburg

Anmeldedatum: 14.04.2007
Beiträge: 209
Wohnort: Lago Maggiore
Hallo Joern,

da magst du recht haben. Auch auf der Mariazellerbahn, laut Felsinger,
wurden diese Drehschemel fuer Langholz eingesetzt und eine Kuppelstange von
dieser laenge , meine ich, ist nicht vorzustellen.

Nur ist eben im selben Felsinger Buch auch ein kuerzeres Gespann
mit Kuppestange abgebildet und ansonst gibt es sehr wenige Bilder.

Auch auf der Wassertalbahn fahren sie ohne oder ab und zu mit
Stahlseilverbindung. Siehe Youtube

Wie gesagt, ich habe wenig spezifische OeBB Dokumentation gefunden.

lg
Matthias
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BeitragVerfasst am: Fr 10-05-2019, 08:16
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